Wie alles begann…

Der Traum vom eigenen Weinberg…

Mit dem Traum von meinem eigenen Weinberg, dessen Trauben mir die hochwertigsten Rotweine kredenzen, startete ich 1990 meine Unternehmung. Voller Tatendrang fuhr ich mit dem Wohnwagen Richtung Italien, um dort nach einem geeigneten Objekt Ausschau zu halten. Dieses Vorhaben kristallisierte sich sehr schnell zu einer Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Je mehr ich sah, desto mehr wusste ich, was ich nicht wollte. Am wenigsten einen Weinberg, dessen Hintergrund auf Industrie oder Massentourismus basiert.

Ich begann, meinen Suchradius deutlich zu erweitern. Ich tauschte den Wohnwagen gegen den Flieger, bereiste Länder, wechselte Kontinente. Doch intuitiv zog es mich immer wieder in die Nähe von Rom. Hier erhoffte ich insgeheim DAS zu finden, wonach ich mich schon so lange sehnte: Ein historisches Weingut, mit Blick auf das Meer, eingebettet in friedvollster, unberührter Natur, mit Trauben, die das Potential haben, Wein-Geschichte zu schreiben.

Der entscheidende Tipp eines alten, italienischen Professors führte letztendlich zum Ziel. Als mir dieser einen Rotwein einschenkte, der wegen seines hohen Maßstabs an geologischen Voraussetzungen weltweit nur auf der Terra Nera „Insel“ angebaut werden kann, wusste ich beim ersten Tropfen: Ich bin angekommen! Angekommen – bei einem Geschmackserlebnis, nach dem ich über ein Jahrzehnt akribisch gesucht hatte.

Ein weiterer Glücksmoment war, als ich Terra Nera das erste Mal sah. Wie sich mit jedem Meter diese hügeligen, teilweise dicht bewaldeten, eine Million Quadratmeter mehr und mehr vor meinen Augen ausbreiteten. Ich bekam tiefen Respekt vor der Aufgabe, die hier auf mich wartete.

Im Jahr 2001 erstand ich die ersten 48 ha Terra Nera Land, auf dessen Zentralhügel ein altes Bauernhaus thront. Mit viel Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Anliegen der heimischen Bauern, aber auch durch sensibles Verhandlungsgeschick, habe ich im Laufe der Jahre die ganze Terra Nera „Insel“ von 100 ha erworben.

Dieses Geschenk, Terra Nera gefunden zu haben, empfinde ich als so kostbar, dass es für mich zu meinem Herzensprojekt auf Lebenszeit geworden ist.

– Christian Sprenger

Es gab viel zu tun…

Packen wir’s an!

Von der Idee bis zur Umsetzung folgten viele und sehr langwierige Schritte der Vorbereitungen. Die größten Hürden bestanden darin, all die notwendigen Genehmigungen (u.a. für die erforderlichen Erdbewegungen) einzuholen. Auch beim Kauf der Weinrechte für die gut 28 ha Neupflanzungen, bedurfte es viel Unternehmergeist, diese überhaupt erteilt, sowie bewilligt zu bekommen.

Mit dem obersten Ziel, auf Terra Nera ein Premium Weingut entstehen zu lassen, musste zunächst die gesamte Infrastruktur der „Insel“ neu geschaffen und stabilisiert werden. Vor allem auch, um dadurch mehr geeignete Fläche für den Weinanbau zu schaffen. Für diesen wichtigen Schritt waren jahrelange, groß angelegte, aufwändige und kräftezehrende Baumaßnahmen erforderlich.

Schritt für Schritt entstand so auf Terra Nera in liebe- und mühevoller Kleinarbeit eine Welt für sich.

In weiten Strecken wurde der ungleichmäßige Inselboden begradigt, um acht Parzellen arrondieren und bewirtschaften zu können. Die gesamten Weinberge sind von 2006 bis 2011 mit Rebsorten wie Sangiovese, aber auch Syrah, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc neu angelegt.

Über 300 sonnenhungrige Olivenbäume und Zypressen zieren Terra Nera zusätzlich mit ihren gehaltvollen Früchten. Zwei 100 m tiefe Brunnen gewährleisten die Wasserversorgung, die komplett unterirdisch und computergesteuert selbst den hintersten Weinstock ausreichend versorgt.

Mit den Steinen, die durch die Graduierung des Bodens gewonnen wurden, ließen sich auf ökologisch sinnvolle Art und Weise Straßen und Zäune im landestypisch toskanischen Stil erbauen.

Die gesamten Leitungen der Energieversorgung erfolgte gleichfalls unterirdisch. Ohne optisch störende Hochspannungsmasten taucht jeder Terra Nera Besucher schnell in die atemberaubende, toskanische Natur ein und geniesst in vollen Zügen den freien, fantastischen Blick, auch Richtung Meer.

Von der Suche nach einem entsprechenden Objekt, bis zum heutigen Tag, Terra Nera naturnah zu bewirtschaften, um die wurzelechten Reben in ein gut gezogenes Alter zu bringen, sind mehr als 25 Jahre vergangen.

Indem der eigene Funke für die Vision, Terra Nera als Weinanbaugebiet wiederzubeleben, auch auf die Verantwortlichen übersprang, erhielt dieses Projekt dementsprechende, wichtige Unterstützung vor Ort.

All dies wäre in der heutigen Zeit, nicht nur in der Toskana, in dieser Art und Größenordnung, undenkbar.